Die SPD-Stadtratsfraktion Pegnitz hat einen Antrag eingebracht, mit dem sie ein umfassendes Sanierungs- und Zukunftskonzept für die rund 100 städtischen Wohnungen in der Blumenstraße fordert. Der neue Fachbereichsleiter des Zentralen Gebäudemanagements, Daniel Kohlmann, soll bis zu einer Stadtratssitzung im Juni einen detaillierten Bericht vorlegen.
„Die Wohnungen in der Blumenstraße sind ein zentraler Baustein der sozialen Wohnraumversorgung in Pegnitz – hier geht es um die Lebensrealität vieler Menschen“, betont SPD-Fraktionsvorsitzender Karl Lothes. „Damit wir verantwortungsvoll über die Zukunft des Wohnungsbestands entscheiden können, brauchen wir eine belastbare Übersicht über den Zustand der Gebäude, den Investitionsbedarf und die finanzielle Perspektive.“
Der Bericht soll laut Antrag drei Kernelemente enthalten:
• Eine Übersicht, welche Wohnungen bereits saniert bzw. modernisiert sind und welche nicht.
• Eine Aufstellung aller notwendigen Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen zur Sicherung eines zeitgemäßen Wohnstandards – inklusive baulicher und energetischer Maßnahmen sowie einer Kostenschätzung.
• Einen Fahrplan für die kommenden zehn Jahre, der zeigt, wie die nötigen Investitionen umgesetzt werden können, wie die Wirtschaftlichkeit der städtischen Wohnungsbewirtschaftung gesichert werden kann und wie die Häuser in städtischer Hand bleiben können, ohne den Kernhaushalt dauerhaft zu belasten (schwarze Null).
Hintergrund des Antrags sind Verkaufsüberlegungen sowie die angespannte Lage auf dem Wohnungsmarkt. „Gerade in dieser Situation müssen wir alles daransetzen, bezahlbaren Wohnraum in Pegnitz zu sichern und die beste Lösung im Interesse der Mieterinnen und Mieter zu finden. Dazu benötigen wir jedoch eine fundierte Datengrundlage“, so Stadtrat Oliver Winkelmaier.
Die SPD-Fraktion sieht in einem transparenten Konzept auch eine Chance für die Stadt, ein positives Signal zu setzen: „Pegnitz kann zeigen, ob es auch in einer angespannten Haushaltslage mit vorausschauendem Gebäudemanagement und klugen Sanierungsstrategien möglich ist, kommunalen Wohnungsbestand in städtischer Hand zu sozial verträglichen Mieten halten zu können.
Je transparenter wir diesen gesamten Vorgang gestalten, desto höher ist auch die Akzeptanz der Mieterinnen und Mieter, egal welche Entscheidung letztendlich getroffen wird. Denn nur um die Interessen der Mieterinnen und Mieter geht es“, so Lothes.